Nach einem ziemlich lustigen Abend in Marens Familie bin ich Freitagabend/Samstagmorgen total müde ins Bett gefallen. Kajakprüfung ist mit Level 2 bestanden und meine graue Sweatshirtjacke hat dank Maria auch einen neuen Verehrer.
Bin dann um 10 Uhr – bei immer noch gutem Wetter wohlbemerkt – aufgestanden und wir haben uns gegen 11 auf dem Weg zu den Marble Arch Caves, großen Höhlengewölben in Nordirland, gemacht. Dort gab es dann eine 75minütige Führung inkl. schwerverstehbaren Guide. War aber trotzdem sehr cool und interessant – sowie kalt. :D
Die angehängten Höhlenbilder dürfen nur für private Zwecke benutzt werden.
Hab auch mal meinen Stundenplan angehängt.






Guinessstand:

Wenn auch etwas verspätet kommen hier nun mal die Erfahrungen der ersten Schulwoche. Morgens um 8:00 gehts runter zur Straße, in voller Schuluniform-Montur inkl. Kravatte (wurde dieses Jahr mal wieder neu eingeführt). Der Bus hält und fährt an, sobald man den ersten Fuß im Bus hat. Gewöhnungsbedürftig. Am ersten Schultag (Dienstag) wurden wir dann nach einer 20-minütigen Wartezeit auf die zuständigen Lehrer in das 4. Schuljahr – das sogenannte Transition Year, ein “Ausruhjahr” – gesteckt. Dem Alter nach entspricht es der 10. Klasse bei uns. Unterricht ist sehr gewöhnungsbedürftig, die normale “Melde”-Methode wurde abgeschafft und durch Reinrufen ersetzt. Nach ein paar Stunden Unterricht (wir haben übrigens auch praktische Fächer wie Metal- oder Woodwork) wage ich dann auch mal erst vorsichtige Reinrufe als Antwort auf eine Frage des Lehrers. Kein Gemecker, man wird angelächelt. Gewöhnungsbedürftig.
Die Schule fängt um 9:10 an (9:00 bis 9:10 gibts Registration, gucken ob alle da sind und evtl. organisatorische Dinge), um 11:30 gibts 20 Minuten Pause und von 14:00 bis 15:00 Mittagspause. Da gehen wir dann meistens in die Stadt und essen dort etwas. Im Moment noch McDonald’s. :D
Die erste Woche ging relativ schnell rum, das Wochenende wurde dann als wilkommene Ausruhgelegenheit genutzt. Die Woche danach (also im Moment) ging es dann auf einen Kanu-/Kajakkurs. Dazu fahren wir während der normalen Schulzeiten nach Tanagh, einem Outdoor Education Center. Dort gibts dann Ganzkörperneoprens und die restl. nötige Ausrüstung und dann gehts ab an nen Fluss in der Nähe.
Unsere Klasse wurde in 2 Gruppen – Kanu und Kajak – unterteilt. Ich habe mich für Kajak entschieden und bin damit auch total zufrieden. Im Verlaufe der Woche wurden uns dann die Basiskenntnisse vermittelt, wir durften kentern, gestern gabs sogar Eskimo-Rescues (Aufm Kopf im Kajak bleiben und sich selbst wieder aufrichten). War allerdings alles mit einer gewissen Angst vor dem Wasser verbunden, ganz so warm wars (trotz gutem Wetter) nun auch wieder nicht.
Heute haben wir ne etwas längere Tour gemacht (inklusive Brückenspringen), bin ganz schön kaputt. Morgen machen wir die großen “Abschlussprüfungen” und qualifizieren uns entweder für Level 0 (nicht bestanden), 1 (Vorwärts und rückwärts, Drehungen) oder 2 (zus. noch Seitwärts und Edging) kajaking.
Morgen nachmittag statten wir (Hannes, Maria, Verena und ich) der Maren eines Großbesuch ab und gehen abends vielleicht ins Kino oder so, mal schauen.
Grüne Grüße!
Heut Abend gibts mal eine rückwärtschronologische Überschrift. Wir sind “Delayplan”-mäßig um 9.35 gelandet und haben ca. zehn
Minuten auf das Gepäck gewartet. Hannes’ Tasche war auch dabei. Puh.
Wir wurden dann von der Lehrerin schon erwartet und sind mit einem (Schul?)bus nach Monaghan zur Schule gefahren. Auf der Fahrt gabs dann weitere Instruktionen (Schuluniform – Ich bin bei einzige von uns, der schon eine hat und darf die morgen auch gleich anziehen :) – Bücher und so weiter..). Nach einiger Zeit wurde ich von der Mutter abgeholt und bin mit ihr und meiner Gastschwester erst einkaufen und dann nach Hause gefahren. Wurde sehr herzlich empfangen, sind alle total nett. Habe sogar schon eine irische Handynummer!
Das Wetter ist auch (noch) toll. Blauer Himmel, paar Wolken und warm. Herrlich :)
Ich schreibe jetzt von irgendwo über England, wir fliegen mit ca. 35min Verspätung in Richtung Belfast. Die Gitarre konnte ich problemlos als Handgepäckstück mitnehmen. Obwohl man sich deswegen am Telefon so quergestellt hat und ich mir extra ein Hardcase für 50€ gekauft habe. Danke.
Die Tascheneinlader fanden Hannes Hauptkoffer wohl sehr interessant, der blieb auch nachdem die ganzen anderen Dinge schon eingeladen waren noch alleine auf dem Rollfeld stehen. War ganz schön Panik bei uns (laut Hannes‘ Aussage bei ihm nicht :D), ganz zum Schluss wurde er (der Koffer!) dann aber doch noch eingeladen. Glück gehabt. Hätte Hannes aber wohl auch ein paar Anziehsachen geliehen… ;)
Flug ist gut, Getränke und nen kleinen Snack (vorhin Butterbrot, jetzt leckere Crème Fraîche Chips, die Hannes nicht mag und ich essen kann, gibt’s für lau.
Und das Wetter hier sieht auch gut aus. Im Gegensatz zur Heimat kaum Wolken und kein Regen.
Liebe Grüße aus ein paar Kilometern Höhe!
18° und halbe Sonne: So werden wir morgen – in ein paar Stunden schon – hoffentlich erwartet. Dinge sind fast alle gepackt, ein ganzes dreimonatiges Leben in einem Koffer, der eigentlich nicht mehr als 20kg wiegen darf.
Natürlich nicht geschafft, auch wenn ein paar mehr oder weniger unwichtige Dinge schon für den Postweg aussortiert wurden.
Die Aufregung macht sich mitlerweile auch schon wieder bemerkbar, wird zunehmend stärker.. Aber da wir ja alle total optimistisch sind, schaffen wir diesen mickrigen Rest jetzt auch noch. Let’s go.
Letzte Kommentare